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Vorlage - VI/2019/0896/SR  

 
 
Betreff: Vorhabensbeschluss Neugestaltung Solbrigplatz
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage SR
Federführend:65 Hoch- und Tiefbau / Öffentliche Einrichtungen   
Beratungsfolge:
Technischer Ausschuss Vorberatung
18.02.2019 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Technischen Ausschusses      
Stadtrat Entscheidung
04.03.2019 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtrates ungeändert beschlossen  (2019/02/VI/462)

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
2019-02-06 2019-02-06 Lageplan
2019-02-06 2019-02-06 - Blatt 2 - Regelaufbau
2019-02-06 2019-02-06 - Blatt 3 - Baumschutz

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Beschlussvorschlag:

 Der Stadtrat beschließt die Neugestaltung des Solbrigplatzes mit dem nachfolgenden Bauprogramm:

 

Die Neugestaltung des Solbrigplatzes umfasst flächenmäßig den gesamten Platz zwischen der Weststraße und der Albertistraße in vorhandener Breite einschließlich der Freifläche zwischen Ärztehaus und Albertistraße. Im Einzelnen wird eine von der Albertistraße verkehrlich abgekoppelte Mischverkehrsfläche mit Fahrgasse und Stellplätzen aus geschliffenem Asphalt, zwei Aufenthaltsbereiche mit Natursteinplattenbelag sowie umlaufende Fußgängerbereiche in kombinierter Granitplatten-/ Pflasterausführung gemäß Lageplan (Anlage 1) und Regelquerschnitten (Anlage 2 und 3) hergestellt. Dabei werden die Stellplätze im Bereich der Platzmitte unter den als „Grüner Welle“ ausgebildeten Baumstandorten eingeordnet. Die Aufenthaltsbereiche werden mit verschiedenen Gestaltungselementen (Ringleuchte, Sitzblöcke, Pflanzflächen, Buswartehaus, Wasserspiel usw.) ausgestattet.

 

 

 

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Gesetzliche Grundlagen:

      § 28 Abs. 1, § 41 Abs. 4 Sächsische Gemeindeordnung (SächsGemO)

      § 2 Hauptsatzung der Stadt Reichenbach

      Beschluss des Stadtrates vom 05.02.2018, Beschluss- Nr. 2018/01/IV/361

      Finanzplan der Stadt Reichenbach

 

 

Sach- und Rechtslage:

Der Stadtrat hat am 05.02.2018 die weitere Bearbeitung der Gestaltungsvariante 1 „Grüne Welle“ bei der Ausführungsplanung beschlossen.

 

Dabei wurden die verschiedenen Nutzungsanforderungen wie folgt berücksichtigt:

 

Verkehrliche Belange:

Zukünftig wird der Solbrigplatz nur noch von der Weststraße aus im Einbahnstraßenverkehr befahrbar sein. Der Aufenthaltsbereich und die Bushaltestelle im nördlichen Platzbereich koppeln den Solbrigplatz wirkungsvoll von der Albertistraße ab. Durchgangsverkehr ist somit ausgeschlossen, es findet nur noch Quell- und Zielverkehr statt.

 

Die Fahrgasse wird in einer Mindestbreite von 3,50 m mit einem Asphalttrag- und Deckschichtaufbau entsprechend Belastungsklasse 1,0 hergestellt. Der Aufenthaltsbereich in der Platzmitte erhält eine Oberfläche aus Natursteinplatten, im Bereich der Fahrgassen erfolgt der Aufbau ebenfalls entsprechend Belastungsklasse 1,0. Die 1,80 m breiten umlaufenden Fußgängerbereiche werden mit einer Granitplatten-/ Pflasterkombination ausgebildet, der nördliche Aufenthaltsbereich mit Natursteinplatten, wobei der Oberbau hier gemäß Belastungsklasse 0,3 dimensioniert wird.  

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Für die Parkraumbewirtschaftung soll am mittleren Platzbereich ein Parkscheinautomat installiert werden. In Bezug auf die Parkgebühren soll die bisherige Regelung beibehalten werden.

Die Stadtwerke Reichenbach werden eine Stromtankstelle im südlichen Bereich aufstellen und bewirtschaften; eine zweite im nördlichen Bereich wird zumindest mit Leerrohr und ggf. Kabel vorbereitet.

Fahrradständer werden ebenfalls im nördlichen Bereich platziert

 

An der Albertistraße wird eine Bushaltestelle baulich und somit annähernd barrierefrei ausgebildet. Diese wird so eingeordnet, dass die Linienführung auch weiter Richtung Solbrigstraße möglich wäre. Die Buswarte stellt ein individuelles Bauteil dar, was über die reine Funktion auch höheren gestalterischen Ansprüchen genügen soll.

 

Stadtgrün:

Bei der gewählten Gestaltungsvariante „Grüne Welle“ werden die zwischen den beiden Fahrgassen in Gruppen angeordneten Bäume gegeneinander verschoben. Insgesamt sollen 18 hochkronig wachsende Amberbäume gepflanzt werden. Diese werden in speziellen Baumschutzkörben mit überbaubaren Wurzelraum gepflanzt, so dass die Wurzelraumbelastung miniert wird und die Stellplätze unter den Bäumen ausgewiesen werden können. Vor den Bäumen werden Anfahrschutzbügel aus Metall angeordnet.

 

Im nördlichen Aufenthaltsbereich wird neben dem Buswartehaus eine Platane gepflanzt. Als Abgrenzung zur Fahrgasse Solbrigplatz werden hier Pflanzflächen angelegt. Staudenmischpflanzungen mit Gräsern sollen für eine angenehme Aufenthaltsatmosphäre bei reduziertem Pflegeaufwand sorgen.

 

Gestaltungselemente/Beleuchtung:

Im Rahmen der Neugestaltung des Platzes wird die gesamte Straßenbeleuchtung mit erneuert. Als Leitfabrikat für die Straßenbeleuchtung wird der Typ „Lotta“ von Leipziger Leuchtenbau vorgeschlagen.

Über dem mittleren Aufenthaltsbereich wird eine an vier Stahlmasten abgespannte Ringleuchte angeordnet. Erforderlichenfalls können weitere Lichtpunkte in den Sitzelementen und dem Wasserspiel integriert werden. Die Leuchtmittel werden in LED-Technik ausgeführt.

Die vorhandenen Bestandsleuchten (Typ Beta, Fa. Selux) werden sorgsam ausgebaut und als Ersatzmaterial auf Lager gelegt.

 

Der zentrale Aufenthaltsbereich wird mittels Sitzelementen aus Beton von den übrigen Verkehrsflächen abgegrenzt. Außerdem werden hier der Parkscheinautomat und ein Notruftelefon angeordnet. Die Aufenthaltsfläche ist für die Aufstellung eines Kunstobjektes vorbereitet.

 

Das Buswartehaus an der Albertistraße wird mittels Betonfertigteilen und Glasrückwand ausgebildet. Zwischen der Buswarte und den Pflanzflächen wird das Wasserspiel nebst Brunnenstube eingeordnet.

Das Wasserspiel besteht aus bodengleichen Sprudeldüsen ohne Beleuchtungseffekte, die in Strahlhöhe variieren und wahlweise mit Schaum- oder Vollstrahleffekt gewählt werden können.

Zusätzliche Gestaltungselemente sind zylinderförmige Sitzelemente verschiedener Durchmesser aus farbigem Beton.   

 

Die Abgrenzung zur Zufahrt zum Gebäude Solbrigplatz 7 erfolgt mittels einer Betonwand, die ggf. begrünt wird. Vor der Betonwand wird eine Spielfläche mit zwei Edelstahl-Spielelementen angelegt.

 

Leistungen Dritter:

Im Zuge der Maßnahme werden Abwasserkanal, Trinkwasserleitung und Stromkabel mit erneuert. Ggf. müssen darüber hinaus Leitungen (Gas, Telekommunikation) umverlegt werden. Die Leistungen werden in der Ausschreibungs- und Durchführungsphase entsprechend koordiniert.

Leerrohrtrassen für eine zukünftige Fernwärmeversorgung sind planerisch berücksichtigt.

 

Außerdem müssen Abdichtungs- und Sicherungsarbeiten an privaten Gebäuden während oder vor der Maßnahme erfolgen. Ein Baubeginn ist erst nach erfolgter Sicherung Solbrigplatz 1 möglich. Entsprechende Abstimmungen mit den Eigentümern wurden getroffen.

 

 

 

Bauablauf:

Nach Vorhabenbeschluss wird die Ausführungsplanung abgeschlossen und das Vergabeverfahren für den Bauhauptauftrag durchgeführt. Der Baubeginn ist für Anfang Juli vorgesehen, die Bauzeit wird sich bis in das IV. Quartal 2020 hineinstrecken.

 

 

 

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Finanzielle Auswirkungen:

Investitionsseitig:

Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen nach Kostenberechnung ca. 1.400.000,00 €. Je nach Bauteil (Straßenbau, Ausstattungsgegenstände etc.) variieren die Abschreibungszeiträume zwischen 15 und 40 Jahren.

Das Vorhaben wird als integriertes Stadtentwicklungs-Einzelprojekt mit 80% gefördert. Die maximale Höhe der Zuwendung beträgt nach dem Bescheid vom 14.12.2018 1.119.490,37 €.  

 

Die Kosten für die Durchführung der Maßnahme sind in den Jahren 2019 und 2020 bei der Haushaltplanung berücksichtigt.

 

Unterhaltungsseitig:

Durch die Erneuerung der Verkehrsflächen verringern sich die bisher regelmäßig anfallenden Instandhaltungskosten. Einsparungen beim Stromverbrauch infolge LED-Technik dürften auf Grund des stärkeren Beleuchtungsniveaus und der ohnehin stetig steigenden Stromkosten nicht ins Gewicht fallen.

 

Jedoch ist durch den gehobenen Ausstattungsgrad sowohl bei den Betriebs- als auch bei den Instandhaltungskosten nach einigen Jahren mit höheren Aufwendungen als bisher zu rechnen, sofern Wert auf einen „tadellosen“ optischen Zustand gelegt wird. Beispielweise werden der Austausch von beschädigten Elementen, Entfernung von Graffitischmierereien, Beetpflege und vor allem die Wassertechnik ins Gewicht fallen.

In Bezug auf das Wasserspiel wird seitens der Wohnungsbaugesellschaft Reichenbach geprüft, die Bewirtschaftungskosten auf Grundlage eines Sponsoringvertrages zu übernehmen.

 

 

 

 

Raphael Kürzinger

Oberbürgermeister

Sven Hörning Fachbereichsleiter Bau und Stadtentwicklung

Heike Hentschel Fachbedienstete für das Finanzwesen

 

 

 

 

 

 

 

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Anlagen:

Anlage 1: Lageplan

Anlage 2: Regelaufbau

Anlage 3: Baumschutz und überbaubarer Wurzelraum

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 2019-02-06 2019-02-06 Lageplan (826 KB)    
Anlage 2 2 2019-02-06 2019-02-06 - Blatt 2 - Regelaufbau (207 KB)    
Anlage 3 3 2019-02-06 2019-02-06 - Blatt 3 - Baumschutz (202 KB)