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Vorlage - VI/2018/0831/SR  

 
 
Betreff: Beschluss über den Antrag der Fraktionen DIE LINKE./FFW Mylau und BITex/Grüne zum Verzicht auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Herbiziden bei der Pflege kommunaler Grünanlagen und Freiflächen
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage SR
Federführend:Stadträte   
Beratungsfolge:
Stadtrat
03.09.2018 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtrates      
Stadtrat
01.10.2018 
Öffentliche Sitzung des Stadtrates ungeändert beschlossen  (2018/08/VI/424)

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
Stellungnahme der Verwaltung

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Beschlussvorschlag:
  1. Die Stadt verzichtet bei der Pflege kommunaler Grünanlagen und Freiflächen schrittweise auf den Einsatz von  chemisch-synthetischen Herbiziden (Pflanzenschutzmittel) auf Basis von Glyphosat.
  2. Private Dienstleistungsunternehmen, die den Auftrag zur Pflege kommunaler Flächen erhalten, werden  zu einem Verzicht von Totalherbiziden auf Glyphosat-Basis verpflichtet.
  3. nftig wird in Verträge über die Verpachtung kommunaler Flächen aufgenommen, dass auf den Flächen kein Glyphosat eingesetzt werden darf. Sowohl bei Neuverpachtungen als auch bei der Verlängerung auslaufender Pachtverträge wird der Glyphosatverzicht vertraglich abgesichert.
  4. Die Verwaltung wird beauftragt, ein entsprechendes Umsetzungskonzept mit einer Zeitschiene zu erarbeiten und dem Stadtrat vorzulegen.

 

 

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Sach- und Rechtslage:

  1. Chemisch-synthetische Herbizide auf der Basis von Glyphosat gelten laut Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation als wahrscheinlich krebserregend beim Menschen.
  2. Sie sind mitverantwortlich für den Verlust der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft, hervorgerufen durch Vernichtung der Wildkräuter, das dadurch ausgelöste Insektensterben mit dramatischen Auswirkungen auf die heimische Vogelwelt.
  3. Neuere Untersuchungen belegen, dass Glyphosat sowohl bei der Anwendung (Spritzen, Sprühen) vom Menschen aufgenommen wird als auch über den Einsatz genmanipulierter Futtermittel (Soja, Mais, Getreide) bei Haustieren in die Nahrungskette gelangt, sich im menschlichen Körper anreichert und Darmflora und Antibiotikaresistenz von Tier und Mensch negativ beeinflusst.

Deutschlandweit verzichten bereits 90 Städte und Gemeinden auf Glyphosat und andere Herbizide bei der Pflege ihrer Grün- und Freiflächen.

 

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Finanzielle Auswirkungen:

keine

 

 

Henry Ruß

 

Bernd Müller

 

Fraktionsvorsitzender DIE LINKE/FFW Mylau

 

Fraktionsvorsitzender BITex/Grüne

 

 

 

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Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Stellungnahme der Verwaltung (1182 KB)