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Vorlage - VI/2018/0211/HDGGR  

 
 
Betreff: Grundsatzbeschluss zum Ausbau des Gemeindegebäudes Reichenbacher Straße 15 im Ortsteil Unterheinsdorf für die Nutzung durch zusätzliche Vereine bzw. für die Jugendbetreuung i.V.m. dem Vorhabensbeschluss für einen 1. Bauabschnitt
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage HDG Gemeinderat
Federführend:65 Hoch- und Tiefbau / Öffentliche Einrichtungen   
Beratungsfolge:
Gemeinderat Heinsdorfergrund Entscheidung
16.04.2018 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Gemeinderates ungeändert beschlossen  (155/18)

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

Der Gemeinderat beschließt:

1.)    das Gebäude Reichenbacher Straße 15 für die Unterbringung der Kleintierzüchter-Jugend, der allgemeinen stationären Jugendarbeit sowie r die bessere funktionale Trennung von Freiwilliger Feuer- und Wasserwehr mittel- und langfristig umzubauen.

2.)    zur Umsetzung des Beschlusses unter 1.) einen ersten Bauabschnitt in 2019 in Angriff zu bilden, der folgende Teilmaßnahmen umfasst:

a)      Wiedernutzbarmachung von Räumen im Obergeschoss für die Unterbringung von Jugendclub, Kleintierzüchter-Jugend und Jugendfeuerwehr

b)      Damit in Verbindung stehend die brandschutztechnische Ertüchtigung, insbesondere die Schaffung eines zweiten Fluchtweges.

c)       Neuordnung von Zugängen im Obergeschoss zur Entflechtung von Feuer- und Wasserwehr

      Die Realisierung dieses 1. Bauabschnittes steht unter dem Vorbehalt der gesicherten Finanzierung gemäß Beschlusspunkt 3.

3.)    Die Bürgermeisterin zu beauftragen, die Finanzierung des ersten Bauabschnittes mit einer geschätzten Gesamtkostenhöhe von 245 T€ in den neuen Haushaltentwurf 2019/20 einzuarbeiten und die entsprechenden Fördermittel über das  Förderprogramm LEADER zu erlangen.

4.)    Das Planungsbüro Roland Ehrler mit der Objektplanung bis zur Leistungsphase 4 (zur Erlangung der Baugenehmigung) nach Anlage 10 zu § 34 HOAI zu beauftragen.

 

 


Gesetzliche Grundlagen:

-          § 28 Abs. 1, § 41 Abs. 4 SächsGemO

-          § 2 i.V.m. § 5 Abs. 3 bzw. § 6 Abs. 1 Hauptsatzung Heinsdorfergrund

 

 

Sach- und Rechtslage:

Mit der Nutzbarmachung weiterer Räume im vorgenannten Gebäude soll den verschiedenen Jugendgruppen ein Domizil angeboten werden, in dem sie neben ihren eigentlichen Hobbies auch die Vernetzung und den Austausch untereinander betreiben können.

Das soll dazu führen, dass gegenseitiges Interesse entsteht und der Zusammenhalt bereits in der Dorfjugend stärker gefördert wird. Diese soziale Komponente ist unverzichtbar für ein reges Gemeinschaftsleben und eine wichtige Voraussetzung für das Engagement im Ehrenamt bzw. bei der Übernahme von freiwilligen Aufgaben und Verantwortung ohne kommerzielle Absichten.

 

Die Baumaßnahme des ersten Abschnittes, der einer Baugenehmigung bedarf, umfasst folgende Leistungen:

-          Mauer- und Putzarbeiten für Trennwände, Öffnungen

-          Tischlerarbeiten für neue Fenster im OG sowie teilweise neue bzw. umzusetzende Innen- bzw. Brandschutztüren

-          Schlosserarbeiten (Fluchttreppe)

-          Trockenbauarbeiten (Trennwände, Brandschutzdecken)

-          umfangreiche Elektroinstallationsarbeiten

-          umfangreiche Heizungsinstallationsarbeiten

-          Maler- und Bodenbelagsarbeiten, teilweise in Eigenleistung unter Einbeziehung der Jugendgruppen und der Kameraden der FFw Unterheinsdorf.

 

Nach Abschluss des 1. BA empfiehlt das Fachamt weitere Investitionen an der zentralen Heiztechnik und an der Gebäudehülle, um insbesondere die Heizenergiekosten langfristig zu senken. Der Zustand der äeren Blitzschutzanlage ist ebenfalls instandsetzungsbedürftig.

 

 

 


Finanzielle Auswirkungen:

investitionsseitig:

 

Nach Grobkostenschätzung beträgt der Gesamtumfang ca. 245 T€. Diese Maßnahme soll wie erwähnt über das Förderprogramm LEADER finanziert werden, bei dem der Fördersatz 80 % beträgt. Auf Grund der Beschränkung der Höhe der förderfähigen Kosten bei den Baunebenkosten ist jedoch mit einem etwas höheren Eigenmittelanteil (ca. 26 %) zu rechnen, so dass sich folgende Finanzierung bei ansonsten voller Förderung ergibt:

181,00 T€ rdermittel

64,0 TEigenmittel

 

Da es sich um eine nicht zu vernachlässigende Wertsteigerung am Gebäude handelt, sind alle anfallenden Kosten im Anlagevermögen zu aktivieren und die Abschreibungsbeträge zukünftig als zu erwirtschaftende Kosten in den Folgejahren im Haushalt aufzunehmen. Dabei sind die erhaltenen Fördermittel adäquat als Sonderposten aufzulösen (gegenzurechnen).

Infolge des 1. Bauabschnittes liegen die Beträge bei einer angenommenen Investitionssumme von 245 T€, einem Fördergrad von rund 74 % und einer Nutzungsdauer von 50 Jahren bei ca. 1.280,00/Jahr. Diese sind ab Nutzungsaufnahme dauerhaft in der Haushaltplanung aufzunehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Bezug auf Betriebs- und Unterhaltungskosten:

 

Nach jetzigem Kenntnisstand verteilen sich die Gebäudeunterhaltskosten wie folgt:

Wasser/Abwassergebühren:   560,00 €

Erdgas:2.500,00 €

Reinigung:   670,00 €

Elektroenergie:   770,00 €

Überprüfung/Wartung  elektr.

Geräte, Abgasanlage:   500,00 €

__________________________________________

 

Summe:5.000,00 €

 

 

Auf Grund der Zunahme der beheizten Nutzfläche um 40% und der Erhöhung der nutzenden Personenzahl ist mit einer adäquaten Erhöhung der Betriebskosten von ca. 2,0 T€/Jahr zu rechnen, Tendenz steigend. Diese sind in den zukünftigen Haushaltplanungen zu becksichtigen.

 

 

 

Marion Dick Sven HörningHeike Hentschel

rgermeisterinFachbereichsleiterFachbedienstete für das

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