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Vorlage - VI/2017/0679/TA  

 
 
Betreff: Fördergebiet: "Soziale Stadt - Gebiet 2" (SSP) - Beschluss zur Erneuerung von Gebäuden in privatem Eigentum - Humboldtstraße 43, Fl.Nr. 476/2, Gem. Reichenbach, BV: Instandsetzung Lagergebäude für Autowerkstatt im baulichen Zusammenhang mit dem DRK Projekt Humboldtstraße 45
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage TA
Federführend:61 Stadtentwicklung / -planung / Bauordnung   
Beratungsfolge:
Technischer Ausschuss Entscheidung
20.11.2017 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Technischen Ausschusses ungeändert beschlossen  (2017/10/T0208)

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
Foto
Lageplan_cardo
2017-10-23 257 Ansichten
2017-10-23 257 Grenzverlauf durch Straßenfassade vom 23.10.17

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

Der Technische Ausschuss der Stadt Reichenbach stimmt der Förderung der Instandsetzung des Lagergebäudes – Humboldtstraße 43, Flurstücks-Nr. 476/2, Gemarkung Reichenbach, zu.

 

Die Maßnahme wird aus dem Bund-Länder-Programm Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf Die Soziale Stadt” gefördert. Die Maßnahme liegt im räumlichen Geltungsbereich des neuen Programmgebietes „Soziale Stadt Gebiet 2“ der Stadt Reichenbach.

 

Die Förderhöhe beträgt 28,48 % nach Kostenerstattungsberechnung nach dem jährlichen Gesamtertrag (KEB) der zuwendungsfähigen Kosten, max. jedoch 19.434,00 €.

 

 

 


Gesetzliche Grundlagen:

- § 148 BauGB

- VwV-StBauE vom 20.08.2009, Abschnitt B, Ziff. 9.2

- § 41 Abs. 1 und 3 SächsGemO

- §§ 4 und 7 Abs. 1 Pkt. 10 Hauptsatzung der Stadt Reichenbach vom 11.01.2016

 

 

 

Sach- und Rechtslage:

Der Eigentümer des Anwesens Humboldtstraße 43, Danilo Singer, wird die Instandsetzung seines erworbenen Lagergebäudes in Verbindung mit dem DRK-Projekt 2018 durchführen, denn beide Gebäude bilden eine gestalterische Einheit. Das Lagergebäude wurde vom Alteigentümer vor dem Verkauf an das DRK aus dem Grundstücks Humboldtstraße 45 (ehem. Fl.Nr. 476) heraus geteilt und an Herrn Singer als Lagergebäude verkauft. Ein separates, eigenständiges Flurstück-Nr. 476/2 wurde gebildet, die baulich-räumliche Abgrenzung soll jetzt vollzogen werden.

 

Der für Reichenbach an diesem Standort typische Klinkerbau, der das Stadtbild mit seiner Industriearchitektur prägt, gilt es als stadthistorischen Zeitzeugen zu bewahren.

Die Instandsetzung dieses markanten Gebäudes/Gebäudeteils wird somit zu einer gestalterischen und funktionalen Aufwertung der Humboldtstraße und des Stadtteils „Soziale Stadt Gebiet 2”hren.

 

 

 

 

Um das DRK-Projekt „Umnutzung Industriebrache Humboldtstraße 45 zu einem DRK Beratungs- und Begegnungszentrum“ in der geplanten Form realisieren und die einheitliche Industriebauoptik des Gesamtbaukörpers entlang der Humboldtstraße bewahren zu können, war es wichtig, dass Herr Singer seinen erworbenen Gebäudeteil nicht abreißt und durch eine kleinere Standard-Lagerhalle aus Zinkblech ersetzt, sondern wie das DRK, den vorhandenen Baukörper und die historische Klinkerfassade erhält.

Dies verursacht erhöhte Aufwendungen für den Bauherren, die durch die Möglichkeiten der Städtebauförderung finanzielle Bezuschussung erfahren könnten.

 

Die der Stadt vorgelegte Kostenberechnung vom Bauplanungsbüro Ch. Suhr wurde vom Maßnahmeträger/Sanierungsträger, der Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH aus Dresden (KEM), nach dem Preis-Leistungsverhältnis und auf Förderfähigkeit geprüft. Die vorgelegten Gesamtbaukosten der Maßnahme betragen 79.159,66 € (netto).

Es können förderfähige Gesamtbaukosten in Höhe von 68.235,29 € anerkannt werden. Die KEM führte für das geplante Vorhaben die vorm Fördermittelgeber seit 2016 zur Förderung vorgeschriebene  Ermittlung des Kostenerstattungsbetrages über den jährlichen Gesamtertrag (KEB) durch. Es ergab sich ein Anteil des Kostenerstattungsbetrages an den zuwendungsfähigen Kosten in Höhe von 28.48%.

Außerdem wurde eine mögliche Inanspruchnahme des Vorsteuerabzugs vom Sanierungsträger abgeprüft. Der Eigentümer ist vorsteuerabzugsberechtigt. Dieser Sachverhalt wurde bei der Berechnung der Förderung berücksichtigt (Nettoförderung).

 

Instandsetzungsmaßnahmen zur Erneuerung von Gebäuden in privatem Eigentum können nach VwV-StBauE vom 20.08.2009 Abschnitt B, Ziffer 9.2 gefördert werden.

Die geplante Baumaßnahme stimmt mit den grundsätzlichen Stadtentwicklungszielen im Gebiet „Soziale Stadt Gebiet 2” überein.

 

 

 

 


Finanzielle Auswirkungen:

Die Maßnahme kann aus den verfügbaren Kassenmitteln der vorhandenen SAB-Altbewilligungen realisiert werden. Sie wird im Haushaltsplan 2017/Investitionsplan der Stadt Reichenbach unter dem Produktkonto Soziale Stadt Gebiet 2 finanziell abgesichert.

 

 

 

 

 

R. Kürzinger

S. Hörning

 

H. Hentschel

Oberbürgermeister

FB-Ltr.

Bau u. Stadtentwicklung

 

 

Fachbedienstete für das Finanzwesen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Anlagen:

Lageplan

Ansichtszeichnungen

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 4 1 Foto (369 KB)    
Anlage 2 2 Lageplan_cardo (330 KB)    
Anlage 1 3 2017-10-23 257 Ansichten (222 KB)    
Anlage 3 4 2017-10-23 257 Grenzverlauf durch Straßenfassade vom 23.10.17 (573 KB)