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Vorlage - VI/2015/0257/SR  

 
 
Betreff: Beschluss zum Verkauf des Flurstücks 6/4 der Gemarkung Cunsdorf (ehemalige Pestalozzischule)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage SR
  Aktenzeichen:022.31
Federführend:FB 2 Innere Verwaltung   
Beratungsfolge:
Verwaltungsausschuss Vorberatung
19.10.2015    nichtöffentliche Sitzung des Verwaltungsausschusses      
Stadtrat Entscheidung
02.11.2015 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtrates geändert beschlossen  (2015/09/VI/129)

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
Flurkarte
Foto
Foto
Kaufantrag
denkmalschutzrechtlGenehmigung
Protokollauszug VA 19.10.2015

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Stadtrat beschließt das Flurstück 6/4 der Gemarkung Cunsdorf (ehemalige Pestalozzischule) in Gesamtgröße von 6.345 qm zum aktualisierten Gutachterpreis von 96.000,00 € zzgl. Nebenkosten an Herrn Marcel Seidel zu verkaufen und den Beschluss-Nr. 2013/08/V/406 SR vom 04.11.2013 damit aufzuheben.

 


Gesetzliche Grundlage:

 

§ 90 SächsGemO

 

Sach- und Rechtslage:

 

Die ehemalige Pestalozzischule in Cunsdorf musste in den 90-ziger Jahren mangels Schülern von der Stadt Reichenbach als Grundschule geschlossen werden. Zwar gelang der Stadt zusammen mit dem Landkreis die Ansiedlung dessen Lernförderschule, jedoch zog diese später samt Namen in die ehemalige Datheschule, die ebenfalls mangels Schülern von der Stadt geschlossen werden musste, so dass das Schulgebäude in Cunsdorf seit Jahren nur zur vorrübergehenden Lagerung von Schulinventar genutzt wurde. Inzwischen konnte zwar die ehemalige Turnhalle (Flurstücke 7 n und Flurstück 6/3 der Gemarkung Cunsdorf) verkauft werden, das eigentliche Schulgebäude liegt jedoch nach wie vor brach.

 

Die daraufhin beschlossene und erfolgte öffentliche Ausbietung verlief zunächst ergebnislos, so dass der Stadtrat, allerdings eher notgedrungen, die Versteigerung des Objektes über ein Auktionshaus beschlossen hatte. Im Nachgang hierzu meldete sich zwar ein örtliches Planungsbüro, dass die Entwicklung der Immobilie zu einer Altenbetreuungseinrichtung vorantreiben wollte, bis heute jedoch dieses Vorhaben nicht näher verifizieren konnte. Dies stellte jedoch den Hauptgrund dafür dar, dass von der Versteigerung des Objektes bisher abgesehen wurde. Parallel hat die Verwaltung auch auf Anregung des Stadtrates die Entwicklung eines Eigenheimstandorts nach dem Rückbau der aufstehenden Gebäude untersucht und würde dies anstelle einer Auktion inzwischen auch vorschlagen.

 

Mit anliegendem Schreiben hat jedoch Herr Marcel Seidel überraschend Interesse bekundet das Gelände einschließlich Aufbauten zu erwerben, die Aufbauten abzubrechen und zunächst ein großzügiges Eigenheim zu errichten. Er hatte sich für das Objekt zwar schon im Rahmen der regionalen Ausbietung interessiert, jedoch schreckte ihn die Denkmaleigenschaft des Objektes ab, da er der Annahme war, dass damit ein Rückbau grundsätzlich nicht infrage kommt. Dies ist jedoch nicht der Fall. Im Gegenteil mit Bescheid vom 23.09.2014 (s. Anlage) liegt die denkmalschutzrechtliche Genehmigung hierfür vor.

 

Insofern kann das Kaufersuchen wenn auch nicht rechtlich so doch aber tatsächlich als „verspätetes Gebot“ zur seinerzeit erfolgten Ausbietung betrachtet werden. Es besteht damit kein wirklicher Grund den Verkauf nicht vorzuschlagen. Jedoch sollte der Verkauf spätestens bis zum 31.12.2015 beurkundet sein, um nicht die Verwertung des Grundstücks weiter zu verzögern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Finanzielle Auswirkungen:

 

Das seinerzeit der Ausbietung zugrunde liegende Gutachten, das einen Wert von 108 T€ ergab, war zu aktualisieren, da es das Flurstück 6/3 mit erfasste und der ausgewiesene Gebäudewert abzuschreiben wäre. Der Wert wurde unter Berücksichtigung dieser Tatsachen auf 96 T€ aktualisiert.

 

hrend das Gebäude zum Erinnerungswert von 1 € bilanziert wurde, steht das Grundstück mit einem Wert von 25.380 € in der städtischen Bilanz zu Buche, so dass der Stadt mit dem Verkauf ein nicht unerheblicher Bilanzgewinn entstehen würde, wobei die Umsetzung der vorhandenen Sirenenanlage (Kosten 12 T€) noch berücksichtigt werden muss. Es ist unwahrscheinlich, dass die Stadt nach dem Rückbau des Gebäudes und der Errichtung einer Erschließungsanlage den oben genannten Bilanzgewinn erzielen kann. Allein der Rückbau wird derzeit auf ein Kostenvolumen von ca. 157 T€ geschätzt. Es wird daher vorgeschlagen, den Bilanzgewinn besser zur beschleunigten Erschließung eines anderen Standorts einzusetzen.

 

 

 

 

 

Dieter Kießling                                                        Dr. Matthias ckle

Amtsverweser                                                        Fachbereichsleiter 2

                                                                      Innere Verwaltung


Anlagen:

Flurkarte

Fotos

Kaufangebot

Denkmalschutzrechtliche Genehmigung

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Flurkarte (430 KB)    
Anlage 5 2 Foto (474 KB)    
Anlage 4 3 Foto (445 KB)    
Anlage 2 4 Kaufantrag (206 KB)    
Anlage 3 5 denkmalschutzrechtlGenehmigung (236 KB)    
Anlage 6 6 Protokollauszug VA 19.10.2015 (345 KB)