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Vorlage - V/2014/0913/SR  

 
 
Betreff: Beschluss zum Umsetzungsentwurf - Gestaltung Kreisverkehrsmitte B 173/Klinkhardtstraße
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage SR
Federführend:60 Bauverwaltung / Liegenschaften / Gebäudemanagement   
Beratungsfolge:
Technischer Ausschuss Vorberatung
27.01.2014    nichtöffentliche Sitzung des Technischen Ausschusses      
Verwaltungsausschuss Vorberatung
27.01.2014    nichtöffentliche Sitzung des Verwaltungsausschusses      
Stadtrat Entscheidung
03.02.2014 
Öffentliche Sitzung des Stadtrates ungeändert beschlossen  (2014/01/V/425)

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
Anlage_Umsetzungsentwurf-pdf

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

1. Der Stadtrat beschließt, dem Vorschlag der Wettbewerbsjury vom 09.01.2014 folgend, den               Gestaltungsvorschlag „Würfel“ (1. Preis) zum Umsetzungsentwurf.

 

2. Der Stadtrat stimmt dem Vorschlag der Jury zu, den Umsetzungsentwurf kostenfrei optimieren               zu lassen.

 

3. Die Realisierung des Bauwerkes steht unter dem Vorbehalt einer gesicherten Gesamtfinanzierung und bedarf eines separaten Stadtratsbeschlusses.

 

 

 


Gesetzliche Grundlagen:

- § 41 Abs. 1 und 3 SächsGemO

- §§ 4 und 6 Abs. 1 Pkt. 10 Hauptsatzung der Stadt Reichenbach

 

 

Sach- und Rechtslage:

Im Zeitraum von April bis Juni 2013 wurde in Zusammenarbeit mit der Westsächsischen Hochschule Zwickau, Außenstelle Reichenbach, Fachbereich Architektur, der studentische Ideenwettbewerb zur Gestaltung der Kreisinsel des Kreisverkehrs „B 173-Knotenpunkt Klinkhardtstraße“ durchgeführt.

Am 17.06.2013 ermittelte die Fachjury die Preisträger-Entwürfe.

Vier Wettbewerbsbeiträge fanden die fachliche Anerkennung:

 

1. Preis:rfel (Kennzahl: 30629)

2. Preis:Spule (Kennzahl 73629)

3. Preis:Nadel (Kennzahl 13579)

Anerkennung:Triumvirat (Kennzahl 31444)

 

Die Preisverleihung fand in der Stadtratssitzung am 04.11.2013 statt.

 

Vom 01.07.2013 bis 02.08.2013 wurden alle Wettbewerbsentwürfe im Rathaus ausgestellt und der Öffentlichkeit präsentiert. Die Bürger konnten ihre Meinungen zu den Entwürfen übermitteln.

 

In Auswertung der Ergebnisse des Wettbewerbs und der Bürgermeinungen wurden in Abstimmung mit der Wettbewerbsjury die 3 Entwürfe der Preisträger sowie der Entwurf der Anerkennung zur vertiefenden Betrachtung gebracht.

Diese 4 Wettbewerbsbeiträge wurden hinsichtlich technischer Umsetzbarkeit und vorläufiger Baukosten analysiert. Das Jurymitglied, Architekt Ralf Rossig, ermittelte aus Sicht seines Architekturbüros, entsprechende Kostenschätzungen. Parallel wurden durch die Verwaltung zu den Entwürfen Grobkostenabfragungen bei Metallbaufirmen durchgeführt und eine Beteiligung des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Plauen  (LASuV) im Hinblick auf die technische und rechtliche Umsetzbarkeit der Entwürfe eingeleitet.

 

Das Ergebnis dieser Untersuchungen ergab folgendes:

 

  • Die rechtliche und kostenseitige Verantwortung für die Kreismitte geht vom LASuV auf die Stadt Reichenbach über.
  • Seitens des LASuV erfüllen alle 4 Entwürfe grundsätzlich die Kriterien zur Gewährleistung der zum Schutz der baulichen Substanz des Kreisverkehrsplatzes und zur Verkehrssicherheit. Dennoch waren Abstufungen der Bewertung der Entwürfe festzustellen. Das LASuV favorisiert aus baufachlicher Sicht den 1. Preis „rfel“.

 

  • Sowohl die Kostenabfragen als auch die Schätzungen des Architekturbüros ergaben, dass alle Entwürfe über dem in der Wettbewerbsauslobung veranschlagten Kostenlimit von 10 T€ (32.500 € bis 120.500 €) für die Realisierung liegen.

 

Nach Vorliegen dieser Ergebnisse sollte die Jury nochmals zu einer Fachdiskussion zusammentreten und ihren Umsetzungsvorschlag formulieren, der dann zur Entscheidung in den städtischen Gremien vorgetragen wird.

Anlässlich der abschließenden Jurysitzung am 09.01.2014 empfohlen die Jurymitglieder dem Stadtrat einstimmig den Preisträgerentwurf (1. Preis - „rfel“) als Realisierungsvorschlag für die Kreisverkehrsmitte.

Dieser Entwurf trägt die beste Symbolik, die künstlerisch, ästhetischste Aussage, liegt mit im Kostenunterfeld (38 T€) und birgt noch Kosteneinsparpotentiale. Aus letzterem Grund regte die Jury an, diesen Entwurf für die Ausführung noch zu modifizieren.

Herr Rossig erklärte sich mit seinem Architekturbüro bereit, den derzeitigen Entwurf in gemeinsamer Zusammenarbeit mit der Preisträgerin Aileen Fleischer, hinsichtlich Material und Dimensionierung zu qualifizieren, kostenseitig zu optimieren und daraus die entsprechenden Ausführungsplanunterlagen ohne Honoraranspruch zu erstellen.

Diese Ausführungsplanung würde dann die Grundlage für die Erstellung eines Leistungsverzeichnisses zur genaueren Kostenermittlung und verbindlichen Kostenangebotsabfragen bilden. Auf dieser Grundlage lässt sich die Gesamtfinanzierung des Projektes kostenseitig objektiv beurteilen und vorbereitet.

 

Alternativ könnte zur Sicherung eines Teils der Gesamtfinanzierung bei solch einem repräsentativen, symbolhaften textilgeschichtlichen Vorhaben auch Spenden und Sponsoring eine Finanzierungssäule bilden.

 

 

 


Finanzielle Auswirkungen:

Für die planungsseitige Vorbereitung benötigt die Stadt aus dem Haushaltsansatz 2014 keine finanziellen Mittel, da die Kosten der Ausführungsplanung vom Architekturbüro Rossig getragen werden (sh. Pkt. 2 dieser Beschlussvorlage).

Die Realisierung des Kunstwerkes wird erst mit dessen gesicherter Gesamtfinanzierung möglich und bedarf des separaten Baubeschlusses.

Der erforderliche Haushaltsansatz zur Projektrealisierung re frühestens im Doppik-Haushalt 2015/2016 einordenbar.

 

 

 

 

D. Kießling

S. Hörning

H. Hentschel

 

Oberbürgermeister

FB-Ltr.

Bauwesen

 

Fachbedienstete

r das Finanzwesen

 

 

 


Anlagen:

- Umsetzungsentwurf

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage_Umsetzungsentwurf-pdf (716 KB)