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Auszug - aktueller Stand Übergang vom Arbeitsleben in Altersrente für Menschen mit Behinderung   

 
 
Öffentliche Sitzung des Behindertenrates
TOP: Ö 2
Gremium: Behindertenrat
Datum: Di, 26.09.2017 Status: öffentlich
Zeit: 13:30 - 15:10
Raum: Ratssaal
Ort: Rathaus Reichenbach
 
Wortprotokoll
Beschluss

 


Frau Keller informierte die Mitglieder über den Stand Übergang vom Arbeitsleben in Altersrente für Menschen mit Behinderung.

 

Es wurde angeregt, eine Arbeitsgruppe mit Vertretern des Landkreises und den

Geschäftsführern ins Leben zu rufen.

Aus Sicht des Landkreises besteht hierfür derzeit kein Bedarf.

In den nächsten 20 Jahren werden ca. 108 Personen aus den Werkstätten in die

Regelaltersrente gehen.

Konkret heißt es in einem Schreiben vom Landkreis, dass die aus dem Werkstattbereich aufgrund des Rentenalters ausgeschiedenen Leistungsempfänger aus voll-stationären Einrichtungen  der Behindertenhilfe bei Bedarf weiterhin tagesstruk-turierende Leistungen in diesen Einrichtungen in Anspruch nehmen können.

Diese Leistung ist auch in den mit den Einrichtungen vereinbarten Kostensätzen enthalten.

 

Werkstattbesucher aus dem häuslichen Bereich können einen Antrag auf tagesstrukturierende Leistungen beim Sozialamt stellen.

 

Eine Tagesstätte für ältere behinderte Menschen müsste errichtet werden, in der die Pflege nicht im Vordergrund steht, sondern die  Strukturierung des Tagesablaufes.

Es stellt sich die Frage, wie diese Einrichtungen finanziert werden sollen und unter welcher Trägerschaft?

Denn gesetzlich gibt es dazu keine beschriebene Leistungskriterien. (siehe SGB XII § 75).

Es müssen Regelungen für die betroffenen Menschen getroffen werden. Denn wer im häuslichen Bereich lebte und noch fit ist, wird so in Pflegeheime gedrängt. Diese Heime sind auch für Sozialhilfeempfänger zu teuer. Ein Platz in einer Tagesstätte kostet etwa die Hälfte eines Heimplatzes.

Von der Schaffung neuer Einrichtungsmodelle wird abgesehen.

 

Herr Stolpmann hat dazu am 2. November 2017  die Lebenshilfe- und Diakoniegeschäftsführer  aus dem gesamten Vogtland sowie die Geschäftsführer der Volkssolidarität zu einem Gespräch geladen.

 

Herr Stolpmann wird über die weiteren Schritte und Ergebnisse informieren.

 

VA: Herr Stolpmann/Frau Keller

 

Die stattgefundene Umfrage des Landkreises wurde stark krisisiert. Die Umfrage fand nur in den Wohnstätten statt. Die Werkstätten für Behinderte wurden an der Umfrage nicht beteiligt. Dies ergibt ein komplett falsches Bild.

Laut Herrn Stolpmann müssen die Kräfte gebündelt werden, deshalb ist es wichtig  mit verschiedenen Trägern das Gespräch zu suchen.